- Im Juni erzeugt die Anlage im Schnitt 633 kWh, im Dezember 143 kWh. Das ist knapp ein Viertel.
- Pro Tag sind das im Dezember rund 4,6 kWh, im Juni rund 21 kWh.
- Die vier Monate November bis Februar bringen zusammen etwa 15 Prozent des Jahresertrags. Rechnet man Oktober und März dazu, waren es je nach Jahr 26 bis 32 Prozent.
- Der Winter schwankt stark: Der Dezember lag zwischen 96 kWh (2023) und 182 kWh (2025).
- Übers Jahr kamen 4.835 bis 5.294 kWh zusammen, also rund 1.100 kWh pro kWp.
Gute Nachricht: Kälte hilft den Modulen
Solarmodule arbeiten bei niedrigen Temperaturen effizienter. An klaren, kalten Tagen, vielleicht noch mit Schnee in der Umgebung, kann Ihre Anlage deshalb kurzzeitig sehr ordentliche Leistung bringen. Begrenzend ist nicht das Modul, sondern die Menge an Licht.
Was macht der Schnee?
- Leichter Schnee rutscht auf steileren Dächern oft von allein ab, sobald die Sonne kommt.
- Nasser, festgefrorener Schnee kann die Module komplett abdecken. Dann kommt kein Licht aufs Glas, und die Anlage erzeugt in dieser Zeit keinen Strom.
- Auf flachen Dächern bleibt Schnee länger liegen.
Das ist kein Fehler der Anlage.
Sollten Sie die Module freiräumen?
Im Regelfall nicht. Besen, Schaufel oder Streusalz können die Glasoberfläche beschädigen, und auf einem verschneiten Dach zu laufen ist gefährlich. Für ein bis drei Tage Ertrag lohnt sich das Risiko nicht. Bei gewerblichen Anlagen, bei denen ein längerer Stillstand teuer wird, sollte eine Fachfirma mit geeignetem Werkzeug ran.
Schatten wird im Winter wichtiger
Weil die Sonne tiefer steht, verschatten Bäume, Antennen oder Nachbardächer im Winter stärker. Schon ein verschattetes Modul kann die Leistung eines ganzen Strangs senken. Gut geplante Anlagen berücksichtigen das über die Aufteilung der Stränge oder mit Leistungsoptimierern. Wenn Ihre Anlage im Winter stärker auf Schatten reagiert als im Sommer, ist das normal.
Was ein Speicher im Winter bringt
Im Winter verbrauchen Sie Ihren Solarstrom meist fast vollständig selbst, weil tagsüber ohnehin Geräte laufen. Ein Speicher füllt sich deshalb seltener ganz. An sonnigen Wintertagen hilft er trotzdem, den Mittagsstrom in den Abend zu verschieben. Seine Hauptsaison ist Frühling bis Herbst.
Was Sie selbst tun können
- Monitoring nutzen. Schauen Sie im Winter ab und zu in die App oder das Portal. Liefert ein ganzer Strang null, obwohl kein Schnee liegt, kann ein technisches Problem dahinterstecken.
- Schnee als Erklärung prüfen. Liegt tagelang dicker Schnee, ist das der Grund, nicht die Anlage.
- Verbrauch verschieben. Waschmaschine und Spülmaschine an klaren Tagen eher mittags laufen lassen.
- Nicht selbst aufs Dach. Wenn Schnee weg muss, dann durch eine Fachfirma.
Wann Sie genauer hinschauen sollten
- Komplett verschneite Module liefern nichts. Das ist normal.
- Klare Wintertage mit guter Leistung sprechen für eine intakte Anlage.
- Kommt aber an mehreren sonnigen Tagen ohne Schnee praktisch nichts, sollte ein Fachbetrieb die Anlage prüfen, etwa auf einen ausgefallenen Strang, eine Wechselrichterstörung oder einen gelösten Stecker.
So unterstützen wir Sie
SMP Solar betreut seit 2002 Photovoltaikanlagen in Mitteldeutschland. Wenn Ihre Anlage im Winter auffällig wenig liefert, schauen wir uns die Werte mit Ihnen an und klären, ob alles in Ordnung ist.
Ihr nächster Schritt: Schreiben Sie uns, wenn Ihnen im Monitoring etwas komisch vorkommt.
Stand: 28.09.2026.
Typische Winter-Fragen
Meine Anlage hat heute nur 1–2 kWh gemacht – ist sie kaputt?
Wahrscheinlich nicht. Bei grauem Himmel, kurzem Tag und vielleicht noch Restschnee sind solche Tageswerte bei Einfamilienhäusern völlig normal.
Im Sommer hatte ich 30 kWh am Tag, jetzt nur 4 kWh – wieso so viel weniger?
Weil sich im Winter mehrere dämpfende Faktoren aufsummieren (Lichtmenge, Winkel, Wetter). Der Vergleich Sommer vs. Winter ist immer unfair.
Im Angebot stand XY kWh im Jahr – aber im Januar kommen wir da nie hin.
Jahreswerte sind immer aufs Jahr verteilt. Man kann den Januar nicht einzeln mit dem Jahresmittel vergleichen.
Zieht die Wärmepumpe im Winter nicht alles wieder weg?
Ja, der Verbrauch ist im Winter oft höher (Heizung, Licht, mehr zuhause). Gerade dann hilft jede selbst erzeugte kWh – auch wenn es weniger sind. Eigenverbrauch im Winter ist meist sehr hoch.






